Peter Drucker, der Vater der Managementlehre, hat einmal gesagt: „Wenn Sie etwas nicht vermessen können, dann können Sie es auch nicht optimieren“. Auch wenn seitdem viele Jahre verstrichen sind, verliert diese These nicht an ihrer Aktualität, weil die Auswertung von messbaren Effekten und Einleitung entsprechender Anpassungen oder Verbesserungen nach wie vor ein Schlüssel zur Entwicklung eines Unternehmens ist. Das Streben nach ständiger Verbesserung und Entwicklung kann besonders auf der Produktionsebene sichtbar werden. Besonders dann, wenn die sich auf dem Markt neuartig entwickelnden Technologien und Innovationen berücksichtigt werden.

Die Automatisierung der Produktionsabläufe in einem Betrieb soll mit einer theoretisch einfachen, aber strategisch sehr fortgeschrittenen Anpassung des Managements selbst beginnen. Hier meinen wir das Konzept des s.g. Lean Managements, also des „schlanken“ Managements, das u.a. auf einer fließenden und optimierten Produktion und dem Pull-Prinzip basiert.

Die Anfänge von Lean-Management sind den japanischen Organisationen zu entnehmen, insbesondere dem Produktionssystem von Toyota. Das Lean-Konzept eignet sich auch gut für reine Produktionsabläufe (Lean Manufacturing), wodurch der Verbrauch von Ressourcen durch ein Unternehmen einfach nachverfolgt, sowie Verschwendung jeglicher Art an der Produktionslinie vermieden werden können. Die Lean-Methode eignet sich also hervorragend für alle Unternehmen und Betriebe, die ihre Priorität nicht nur in der Steigerung ihrer Potenziale, sondern auch in der Nachhaltigkeit sehen.

Muda, oder Verschwendung

Im Rahmen der Lean-Konzepte wird ein der japanischen Sprache entlehnter Begriff „muda“ verwendet, der nichts anderes bedeutet als überflüssig. Alles, was überflüssig ist, kann man direkt mit Verlusten oder Verschwendung korrelieren, die es in der automatisierten Produktion zu vermeiden gilt. Typischerweise werden sieben Arten von „muda“ unterschieden, für die wir bei Comarch eigene Antworten entwickelt haben.

  • Überproduktion. Bei ihrer Beherrschung unterstützt Sie die Anwendung Comarch Industry 4.0, mit deren Hilfe die Aufträge verwaltet und ihre Abwicklung verfolgt werden kann. Dem Betreiber stehen stets die wichtigsten Größen zur Verfügung, u.a. die Stückzahl, die schon gefertigt und die noch zu fertigen ist.
  • Übermäßige Vorräte führen zur Unordnung im Lagerraum und lassen nicht zu, dass die Materialien effektiv genutzt werden. Um den Lagerbetrieb zu optimieren, entscheiden Sie sich für die Anwendung Comarch Asset Tracking. Mit deren Hilfe werden Sie immer nachvollziehen können, wo Produkte zu finden sind und welche Bestandsmengen noch vorliegen.
  • Qualitätsfehler und Mängel überprüft für Sie die App Comarch Industry 4.0. Mit Hilfe unseres Qualitätsprüfungsmoduls können Sie alle Abläufe noch besser lenken, indem die Qualität nach jedem Schritt und nicht erst nach der Fertigstellung des ganzen Werkstücks geprüft wird. Mit deren Hilfe können Fehler und Mängel so schnell wie möglich festgestellt und behoben werden.
  • Der Informationsfluss in Echtzeit verkürzt die Wartezeiten. Kein Material mehr an der Produktionslinie? Betätigen Sie einen speziellen Display-Button oder den dedizierten Comarch Smart Button. Dadurch wird die Bereitstellung von Material zur Produktion gefordert. Mithilfe des Systems kann der Fortschritt der Arbeiten verfolgt werden, so kann man vor Beendigung eines Prozesses Material für die weiteren Produktionsstufen vorbereiten.
  • Überbearbeitung. Durch Überwachung von Maschinen, Anlagen und Menschen in der Echtzeit können überflüssige Prozesse erkannt und optimiert werden. In diesem Bereich finden Sie mit der App Comarch Smart Metering ein Tool, mit dessen Hilfe Sie u.a. den Energieverbrauch überwachen können und bei Unregelmäßigkeiten eine Warnung generiert bekommen.
  • Überflüssige Transporte lassen sich schnell und effektiv mithilfe der bereits erwähnten App Comarch Asset Tracking vermeiden. Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Standorte und Transportwege verfolgen. So können Sie Ihre Logistik schnell optimieren.
  • Mithilfe der technologischen Tools von Comarch lassen sich Verschwendungen in Prozessabläufen aufdecken, wodurch unnötige Bewegungen eliminiert werden können.

Mura, oder Abweichung bzw. Unausgeglichenheit

Auch Unregelmäßigkeiten (Japanisch mura) an den durchzuführenden Abläufen können zu Schäden führen, beginnend mit Kosten- bis zu Qualitätsschwankungen. Die Lösung Comarch Industry 4.0 dient dazu, die Arbeiten richtig zu sortieren, indem alle Parameter zur Produktion und Qualität der Erzeugnisse in einer Datenbank gespeichert und ausgewertet werden. Die Arbeitsanweisungen, die dem Produktionspersonal zur Verfügung gestellt werden, verbessern zusätzlich die Leistungsqualität.

Muri, oder Überlastung

Überlastung (Japanisch muri) infolge der schweren Betriebsbedingungen kann sowohl Menschen, als auch Maschinen oder Systeme betreffen. Eine Überlastung kann z.B. infolge von zu vielen auferlegten Pflichten oder zu starker Auslastung der Produktionsanlagen im Vergleich zu den vorhanden Betriebsbedingungen zustande kommen und im Endeffekt zu Störungen und Unfällen führen. Die laufende Überwachung der Zeit und der Auslastung von Maschinen kann die Überlastung verhindern und den gesamten Produktionsprozess optimieren.

Die Produktionsautomatisierung auf Grundlage der Lean-Methode erlaubt alle in einem Betrieb stattfindenden Prozesse und Abläufe zu optimieren, sowie die Verschwendungen zu minieren, oder diese sogar vollständig zu beseitigen. Wenn Sie dazu bereit sind, Ihre ersten Schritte in die Richtung Digitalisierung zu gehen, lesen Sie mehr über unsere Comarch IoT Ecosystem-Lösungen.

von Katarzyna Strzebońska, Comarch IoT

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