EDI Glossar

Fachbegriffe rund um Electronic Data Interchange erklärt

Im Glossar finden Sie wichtige Begriffe rund um den elektronischen Datenaustausch kurz erklärt. Um schneller zum gewünschten Begriff zu kommen, klicken Sie auf den Anfangsbuchstaben des gesuchten Begriffs. Bei Fragen erreichen Sie unsere Experten unter "Kontakt". Mehr über EDI erfahren Sie hier.

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A

ANSI ASC X12 

das Accredited Standards Committee (ASC) des American National Standards Institute (ANSI) wurde 1997 gegründet, um einheitliche Standards für den branchenübergreifenden elektronischen Austausch von Geschäftstransaktionen zu schaffen. X12 ist einer der am weitesten verbreiteten EDI-Messaging-Standards und wird nahezu universell in verschiedenen Branchen für unterschiedliche Anwendungsfälle eingesetzt. Er ist auch die Basis für andere EDI-Standards. Es gibt mehr als 320 X12-Transaktionsstandards, die ständig aktualisiert werden, was X12 zu einem der vollständigsten EDI-Standards macht, die heute verwendet werden.
 

AP

Accounts Payable sind Beträge, die an Verkäufer oder Lieferanten für erhaltene Waren oder Dienstleistungen zu zahlen sind, die noch nicht bezahlt wurden. Sie werden in der Regel durch ausstehende Rechnungen repräsentiert.
Im Zusammenhang mit EDI bezieht sich AP auf eingehende EDI-Nachrichten und Prozesse, die die EDI-Verarbeitung begleiten.
 

AR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Accounts reciveable, AR) sind Geldbeträge, die einer Firma für gelieferte oder in Anspruch genommene, aber von Kunden noch nicht bezahlte Waren oder Dienstleistungen zustehen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in der Bilanz als Umlaufvermögen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle Geldbeträge, die von Kunden für Käufe auf Kredit geschuldet werden.

Im EDI Kontext haben die ARs eine etwas andere Bedeutung. Als ARs in diesem Fall bezeichnet man ausgehende EDI-Nachrichten und Prozesse, die die EDI-Verarbeitung begleiten.


B

B2B

Business-to-Business bezieht sich auf den Austausch von Waren, Dienstleistungen oder Informationen zwischen gewerblichen Anbietern.
 

B2G

Business-to-Government (Abwandlung des Begriffs B2B) bezieht sich auf den Austausch von Waren, Dienstleistungen oder Informationen zwischen einem gewerblichen Anbieter und einer öffentlichen Beschaffungsstelle.


D

Data Driven Business

"Datengesteuerte" Geschäftsmodelle basieren auf der Nutzung, Analyse und Interpretation von Daten um z.B. Prozesse, Entscheidungsfindungen oder Umsatzmodelle zu verbessern. Ein datengesteuerter Ansatz ermöglicht es Unternehmen, ihre Daten mit dem Ziel zu untersuchen und zu organisieren, ihre Kunden besser zu bedienen.
 

Digital Supply Integration (Digital Supply Chain Integration)

Die Integration der Lieferkette ist eine groß angelegte Geschäftsstrategie, die möglichst viele Glieder der Kette in eine engere Arbeitsbeziehung zueinander bringt. Ziel ist es, die Reaktionszeit und die Produktionszeit zu verbessern sowie Kosten zu reduzieren.


E

EANCOM (GS1 EANCOM) 

Eine Untermenge von UN/EDIFACT die nur die in Geschäftsanwendungen verwendeten Nachrichten enthält. Es wurde ursprünglich 1987 für Lieferanten von Einzelhandels- und FMCG/Konsumgütern entwickelt und wurde später im Gesundheitswesen und im Bauwesen übernommen. Im Jahr 2015 wurde es von GS1 übernommen.
 

EDI

Electronic Data Exchange (elektronischer Datenaustausch) eine IT-Lösung zum Versand, Übertragung und Empfang meistens kaufmänischer Dokumente in elektronischer, strukturierter Form (z.B. Bestellung, Lieferschein, Rechnung usw.). Bei EDI werden Dokumente überprüft, validiert, angereicht. EDI hilft der Digitalisierunhg also der Eliminierung des Papierdokumentenverkehrs in Ihrerem Unternehmen. EDI ist günstiger, schneller und weniger fehleranfällig als E-Mail- oder traditioneller Papierverkehr.
 

EDI Archiv

Ein Archiv, wo Ihre elektronischen Dokumente, die per EDI ausgetauscht wurden, aufbewahrt werden. Das EDI Archive berücksichtigt rechtliche Anforderungen für die Aufbewahrung der Dokumente (z.B. Rechnungen).
 

EDI Harmonisierung

Die Vereinheitlichung des EDI Prozesses. Wenn ein Unternehmen sich in seinem Dokumentenaustauschprozzess unterschiedlicher Anbieter, Formate, Kanäle bedient. Die EDI Harmonisierung dient dem Ziel, den EDI Prozess einfacher, sicherer und kostengünstiger zu gestalten.
 

EDI Tracker

Eine Funktion der EDI Lösung. Sie dient dem Informationszweck und dem Ziel, ausgetauschte Dokumente verfolgen zu können. Dokumente sind einsehbar. Man kann sich vergewissern, ob sie korrekt zugestellt worden sind bzw. wenn irgendwelche Fehler in dem Versandprozess aufgetaucht sind.


G

GS1

Gemeinnützige Standardisierungsorganisation, die die Vergabe verschiedener Nummerierungsschemata für den globalen Handel verwaltet. GS1 ist bekannt für die Entwicklung des Barcodes und die Implementierung von Standards wie EANCOM, GLN und GS1 XML, in Lieferketten im Einzelhandel, Gesundheitswesen, Transport und Logistik.
 

GS1 XML 

Einer der beiden Standards, die GS1 für den elektronischen Geschäftsverkehr empfiehlt. GS1 XML ersetzt nicht GS1 EANCOM, sondern bietet einen weiteren Technologiestandard zur Unterstützung des Austauschs von Transaktionsdaten je nach Branche. Die Verwendung der GS1 XML-Spezifikation bietet eine standardisierte und vorhersehbare Struktur für elektronische Geschäftsnachrichten, die es den Handelspartnern ermöglicht, Geschäftsdaten schnell, effizient und genau zu kommunizieren - unabhängig von ihrer internen Hard- oder Software.


H

HIPAA

Der Health Insurance Portability and Accountability Act wurde 1996 vom US-Kongress verabschiedet. HIPAA legte die nationalen Standards für elektronische Transaktionen im Gesundheitswesen und nationale Identifikatoren für Anbieter, Krankenkassen und Arbeitgeber fest. Die auf X12 basierenden Standards sollen die Effizienz und Effektivität des Gesundheitswesens verbessern, indem sie den Einsatz von EDI im US-Gesundheitssystem fördern.


L

Lieferkettengesetz

Ein Gesetz soll Unternehmen verpflichten oder haftbar machen, für die im Ausland beschafften Güter bzw. Dienstleistungen in allen Schritten ihrer Lieferkette. Das Gesetz soll Verstöße gegen Umwelt und Arbeitsbedingungen saktionieren.


M

MDM

Master-Data-Management (Stammdatenverwaltung) dient als Technologie zur effizienten und wirtschaftlichen Synchronisierung von Produktdaten (e.g. Produktkategorie, Verpackungs- und Kennzeichnungsangaben, Lagerungsvorschriften, Verbrauchshinweise etc.) zwischen allen Partnern einer Lieferkette.


O

ODETTE 

Wurde ursprünglich von Experten der europäischen Fahrzeughersteller konzipiert, die die rasanten Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nutzen wollten. Die Ergebnisse früherer Arbeiten in mehreren einzelnen nationalen Gremien überzeugten diese Experten, dass sie zusammenarbeiten mussten, um einen europaweiten EDI-Standard zu entwickeln, und so wurde 1984 die Organisation für den Datenaustausch per Tele-Transmission in Europa (Odette) gegründet.
 

Optical Character Recognition (OCR)

Optische Zeichenerkennung (auch Optical Character Reader genannt) ist die elektronische Umwandlung von Bildern mit getipptem, handgeschriebenem oder gedrucktem Text in maschinell kodierten Text, wie z.B. aus einem gescannten Dokument.
 

OZG-RE

Die 'OZG-konforme Rechnungseingangsplattform ' In diesem Portal können Sie eine XRechnung erstellen und senden. nur für Lieferanten der mittelbaren Bundesverwaltung sowie der kooperierenden Bundesländer


P

P2P

Procure to Pay bzw. Purchase to Pay bedeutet Aktivitäten im Beschaffungsprozess. Warenbeschaffung, -eingang, -erhalt und -zahlung von Rechnungen. P2P deckt die gesamte Prozesskette ab, die in Ihrem Unternehmen von der Bestellung der Rohstoffe zwecks Herstellung bzw. Verrichtung einer Dienstleistung bis zur Zahlung stattfindet.
 

PEPPOL

Pan-European Public Procurement Online. Peppol ermöglicht Handelspartnern den Austausch standardbasierter elektronischer Dokumente über das Peppol-Netzwerk (basierend auf einem 4-Ecken-Modell). Zu diesen Dokumenten gehören e-Bestellungen, e-Lieferscheine, e-Rechnungen, e-Kataloge, Message Level Responses, etc. PEPPOL wurde gegründet, um Kosten im öffentlichen Procurement zu senken. Interessant ist auch, dass die Idee nicht mehr Pan-European ist, sondern mehrere Länder aus der ganzen Welt (z.B. Australien, Singapore) PEPPOL benutzen möchten.


R

Robotic Process Automation (RPA)

RPA (auch software robotics genannt) ist eine Form der Technologie zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Sie basiert auf metaphorischen Software-Robotern (Bots) oder auf Mitarbeitern Künstlicher Intelligenz (AI), die wiederholende, regelbasierte digitale Aufgaben erledigen, wie z. B. das Ausfüllen der gleichen Informationen an mehreren Stellen, das erneute Eingeben von Daten oder das Kopieren und Einfügen.


S

SAP IDOC 

SAP iDocs (Zwischendokumente) sind standardisierte Dokumente, die für die Kommunikation und den Datenaustausch sowohl mit SAP- als auch mit Nicht-SAP-Systemen verwendet werden. Sie sind ähnlich wie EDI-Dokumente und werden häufig zum Austausch von Daten oder Dokumenten verwendet, wie z.B.: Bestellungen, Rechnungen, erweiterte Lieferscheine (ASNs).
 

Supply Chain 4.0

Neuorganisation von Lieferketten - Design und Planung, Produktion, Distribution, Verbrauch und Reverse-Logistik - unter Verwendung von modernen Smart-Technologien (Digitalisierung, Internet der Dinge, Maschine-zu-Maschine Kommuniaktion).
 

SWIFT

Die Society of Worldwide Interbank Financial Telecommunication wurde 1973 gegründet. SWIFT betreibt ein globales Finanznachrichten-Netzwerk, über das Nachrichten zwischen Finanzinstituten bzw. Banken ausgetauscht werden. Der Großteil der Interbankenkommunikation nutzt das SWIFT-Netzwerk. Der SWIFT-Dokumentenstandard ist in vier Bereiche unterteilt: Zahlungsverkehr, Trade Services, Wertpapiere und Handel.


T

TRADACOMS 

wurde 1982 als einer der Vorläufer von UN/EDIFACT für den Einzelhandel entwickelt und hauptsächlich in Großbritannien eingesetzt. Obwohl es durch EANCOM EDIFACT zunehmend veraltet ist, verwendet der Großteil des EDI-Verkehrs im britischen Einzelhandel immer noch TRADACOMS.


U

UBL 

Universal Business Language, eine offene Bibliothek von standardisierten elektronischen XML-Geschäftsdokumenten für Beschaffung und Transport. UBL wurde von einem technischen Komitee der OASIS unter Beteiligung einer Reihe von Organisationen für Datenstandards in der Industrie entwickelt. UBL hat seinen Ursprung in den EDI-Standards und anderen abgeleiteten XML-Standards.
 

UN/EDIFACT 

United Nations/Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport, entwickelt unter den Vereinten Nationen. EDIFACT wurde von der Internationalen Organisation für Normung (ISO 9735) übernommen und ist der internationale Standard für den EDI-Betrieb.


V

VDA

Diese Organisation entwickelt Standards und Best Practices, die den Bedürfnissen der Unternehmen der deutschen Automobilindustrie dienen. Der VDA hat mehr als 30 Nachrichten entwickelt, um den Bedarf von Unternehmen wie VW, Audi, Bosch, Continental und Daimler AG zu decken.


W

WebEDI

WebEDI ist eine Oberfläche der EDI-Plattform, über die Dokumente ähnlich wie bei einem Postfach empfangen, erstellt und gesendet werden können. Typische Benutzer des WebEDI sind Geschäftspartner, die entweder über eine geringe Menge an Dokumenten, einen niedrigen technischen Stand verfügen, denen eine Schnittstellenanbindung unmöglich macht oder sind aus anderen Gründen gerade ggf. übergangsweise nicht fähig eine EDI Direktanbindung einzurichten.


X

XRechnung

Das offizielle Format zum elektronischen Rechnungsaustausch an XML-basiertes Standart-/Pflichtformat für elektronische Rechnungen, die an öffentliche Auftaggeber in Deutschland zu schicken sind. Die XRechnung basiert auf einer europäischen Norm EN-16931 und implementiert beide möglichen Syntaxen CII und UBL. Ein Schritt in diese Richtung ist die Digitalisierung der Rechnungsprozesses mit öffentlichen Auftraggebern.


Z

ZRE

Das 'Zentrale Rechnungseingangsportal'. In diesem Portal können Sie eine XRechnung erstellen und senden. Nur für XRechnungen für von Lieferanten der unmittelbaren Bundesverwaltung bzw. zentralen öffentlichen Auftraggebern des Bundes.

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