Knappe Ressourcen mit ERP verwalten: Energie, Material und Arbeitskräfte für LeanProduction und E-Kanban

Knappe Rohstoffe, hohe Preise, Fachkräftemangel und Lieferengpässe. Wenn etwas knapp ist, wird das Management immer wichtiger. Hier kommt dem „Enterprise Resource Planning“ eine ganz neue Bedeutung zu, wenn Energie, Rohstoffe und Materialien, Maschinen und Arbeitskräfte digital koordiniert werden müssen.

Konzepte wie Lean Production und E-Kanban haben sich bereits in den vergangenen Jahren immer stärker in Produktionslinien durchgesetzt. Zudem wurden die Maschinenparks von Fertigungsunternehmen immer smarter durch die Vernetzung mit dem Internet of Things (IoT).


Ressourcenverwaltung im ERP-System

Um möglichst kostensparend zu arbeiten, kann der Einsatz von Kostenintensiven Ressourcen z.B. Elektrizität, Wärme, Wasser oder Rohstoffen im ERP-System erfasst, dokumentiert, für weitere Prozessschritte weitergegeben und für zukünftige Planungen optimiert werden. Mit Sensoren lässt sich genau bestimmen, welche Maschinen und Arbeitsschritte wie viel Ressourcen (z.B. Wasser, Elektrizität, Wärme) verbrauchen. Hier eignen sich Multifunktionsmessgeräte, die auf die Kommastelle ermitteln, wie kostenintensiv welche Nutzung ist. Im ERP-System können die relevanten Daten dann zentral gespeichert und für Produktionsaufträge, Produktionsplanung oder Business-Intelligence-Analysen bereitgestellt und weiterverarbeitet werden. So lässt sich genau der Anteil der unterschiedlichen Ressourcenkosten an den Gesamtkosten für die Herstellung eines Produktes erfassen und ausgeben. Produktionsleiter können entscheiden, wann der Einsatz von besonders kostenintensiven Maschinen am Vorteilhaftesten ist, zum Beispiel bei Nachtstrom oder Wochenendtarifen. Zudem lassen sich bei internationalen Unternehmen mit mehreren Produktionsstätten die jeweiligen Kosten vergleichen, was eine flexible Steuerung von Aufträgen ermöglicht.

Verbrauch und Einkauf

Durch die Anbindung ans ERP-System kann der Zugriff auf Verbrauchsdaten auch mit dem Einkauf gekoppelt werden, zum Beispiel indem die günstigsten Lieferanten bestimmter Rohstoffe ausgewählt werden. Auch hinsichtlich der Termine kann dann besser kalkuliert werden, in welchen Mengen man wann eine Nachbestellung startet.

 

IoT und ERP Verbindung

Die Verbindung von ERP mit IoT-Daten verhilft Unternehmen zu Real Time Business Insights, einer Übersicht über lebenswichtige Businessdaten in Echtzeit. Ein konstanter Fluss von Daten über IoT-Sensoren und Devices ermöglicht es, Echtzeitanalysen durchzuführen und beruhend auf diesen gewonnenen Informationen Entscheidungen zu treffen. Unternehmen können auf diese Weise schneller, nachhaltiger und flexibler produzieren. Monitoring und Tracking ermöglichen es, den Ausschuss zu reduzieren und die Nachbestellung gemäß dem Modell der Lean Production passgenau organisieren zu können. Die Nachschubversorgung an der Produktionslinie mit E-Kanban und die Instruktion und Koordination von passenden Mitarbeitern lässt sich so noch besser planen und umsetzen.

 

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