5 Schritte zur Digitalisierung, die medizinische Einrichtungen einfach umsetzen können

5 Schritte zur Digitalisierung, die medizinische Einrichtungen einfach umsetzen können

München, 08. November 2018 – Die deutsche Gesundheitsversorgung zählt zu den besten der Welt. Dies auch in Zukunft zu sichern und gleichzeitig Geld und Zeit zu sparen, gehört zu den Zukunfts-Aufgaben in Krankenhäusern und Praxen. Digitalisierung hilft dabei, aber in einem so sensiblen Bereich wie Gesundheit, muss diese mit reichlich Fingerspitzengefühl angegangen werden. Die Healthcare-Expertin Asya Mikov, die Comarchs Projekte im Gesundheitswesen im ganzen deutschsprachigen Raum betreut, zeigt in ihrem Gastbeitrag wie medizinische Einrichtungen in 5 Schritten die Digitalisierung ihrer Dienste zum Erfolg führen können. Sie beschreibt dabei die Videosprechstunde, Telemedizin und elektronische Patientenakte. Treffen Sie die Expertin live bei der Medica in Halle 15 am Stand C25 in Düsseldorf. 

Ideen für die Digitalisierung gibt es viele. Begriffe wie künstliche Intelligenz oder Internet of Things geistern durch die Trendreportagen und Expertenrunden. Doch nicht immer gilt die Devise „Viel hilft viel“. Stellen Sie sich immer die Frage: „Was nutzt mir (und meinen Patienten) eine neue Technologie, wo kostet sie Zeit und Geld und wieviel davon spart sie mir dann nach der Einführung?“

 

Schritt 1: Videosprechstunde

Die Videosprechstunde kann seit April 2017 als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgerechnet werden. Gerade in Zeiten von Ärztemangel und vollen Wartezimmern wird diese gesetzliche Neuregelung Vorteile für Ärzte, Patienten und Krankenkassen bringen. Mediziner, die Videosprechstunden anbieten wollen, müssen sich laut Vereinbarung eines Videodienstanbieters bedienen. Dieser muss über entsprechende Sicherheitsnachweise verfügen. So muss die Videosprechstunde während der gesamten Übertragung nach dem Stand der Technik end-to-end verschlüsselt sein. Festgelegt ist zudem, dass die apparative Ausstattung der Praxis und die elektronische Datenübertragung eine angemessene Kommunikation mit dem Patienten gewährleisten müssen. Mit geringem technischem Aufwand kann so eine Flexibilisierung erzielt werden, wie sie z.B. in globalen Konzernen seit einem Jahrzehnt erprobt und mittlerweile standardisiert ist. Der Austausch über eine räumliche Distanz hinweg wird zum Alltag in der ärztlichen Behandlung werden. Kranke Patienten müssen ihr Bett nicht verlassen und in einem Wartezimmer mit weiteren Kranken ausharren, denn medizinisches Personal kann aus der Ferne beraten und abwägen, ob ein weiterer Vor-Ort-Kontakt sinnvoll ist.

 

Schritt 2: Telemedizin für Patienten in der Kardiologie

Die Möglichkeiten reichen dabei von der kurzen Sprechstunde bis zur 24-Stunden-Betreuung über telemedizinische Geräte. Gerade Risikopatienten profitieren von tragbaren Geräten zur Aufzeichnung von EKG-Signalen und Atmung für eine kontinuierliche Herzfrequenzbeobachtung. Mittels integrierter Erkennungsalgorithmen ist ein solches Gerät in der Lage, Herzfrequenzstörungen eines Patienten zu identifizieren. Die entsprechenden EKG-Aufzeichnungen werden dann an das telemedizinische Zentrum weitergeleitet und dort detailliert analysiert. Bestätigen sich die Abweichungen, werden vom medizinischen Personal nach einem festgelegten Schema erforderliche Maßnahmen ergriffen. Diese sehen u. a. die Durchführung einer ausführlichen Anamnese vor. Des Weiteren kann der Patient zur ärztlichen Fernkonsultation weitergeleitet oder dessen Fall mit dem diensthabenden Arzt besprochen werden. Falls die Lage als lebensbedrohlich einzustufen ist, wird der Notarzt alarmiert. Sollte der Patient selbst eine Verschlechterung seines Zustandes feststellen, kann er die EKG-Daten selbsttätig an das telemedizinische Zentrum senden.

 

Schritt 3: Telemedizin für Senioren

Die Telemedizin für Senioren ermöglicht die laufende Beobachtung grundlegender Vitalparameter eines Patienten durch die medizinischen Mitarbeiter sowie die Besprechung der gesundheitlichen Verfassung und des Befindens älterer Personen mit dem behandelnden Arzt, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Psychologen oder anderen Fachärzten. Die Untersuchungen können entweder durch den Patienten selbst, seinen Betreuer oder das medizinische Personal durchgeführt werden. Je nachdem, ob dies zu Hause, in einem Pflegeheim oder einer anderen Senioreneinrichtung erfolgt, richten sich die Dienstleistungen entweder an einzelne Patienten oder ganze Patientengruppen. Auf Grundlage der übermittelten Daten kann der behandelnde Arzt den Patienten kontaktieren, einen Hausbesuch verordnen oder sogar den Rettungswagen rufen.

 

Schritt 4: Elektronische Patientenakte

Für die Verwaltung, aber auch für die Behandlung ergeben sich durch die Digitalisierung gleichermaßen Vorteile durch die Einführung einer digitalen Patientenakte. Von effizienterem Arbeiten, einer schnelleren Durchführung der Anamnese und einer deutliche Einsparung von Kosten für die rechtskonforme Langzeitarchivierung medizinischer Dokumente profitieren Arzt, Praxispersonal und Patienten zu gleichen Teilen.

 

Schritt 5: Digital Hospital und Health City: Digitalisieren Sie Schritt für Schritt

Gehen Sie vom Kleinen zum Großen und behalten Sie dabei immer den Nutzen-Aspekt im Auge. Alle vier oben genannten Schritte lassen sich leicht und mit kleinem Budget auch in kleineren Einrichtungen mit Pilotprojekten erproben. So gehen Sie Schritt für Schritt zu Zukunftskonzepten wie dem Digital Hospital und der Health City. Wir bei Comarch entwickeln alle Lösungen im konzerneigenen Krankenhaus iMed 24 auf dem Comarch Campus in Krakau. Über 100 Fachärzte aus 30 Fachbereichen wie Innere Medizin, Kardiologie, Diabetologie oder Radiologie sowie 20 Arztpraxen sind hier vor Ort angesiedelt und bieten mit modernsten eigenentwickelten Geräten eine medizinische Betreuung 24/7/365. Monatlich lassen sich hier mehr als 10.000 Patienten behandeln. Hinzu kommen die Erfahrungen aus diversen Health-City-Großprojekten sowie unzähligen Digitalisierungsprojekten mit Krankenhäusern und Arztpraxen.

 

Die Chancen der Digitalisierung

Neben den deutlichen Vorteilen für Patienten profitiert die medizinische Einrichtung in verschiedener Hinsicht. Die Behandlungseffizienz steigt, alle befugten Personen haben schnelleren Zugriff auf medizinische Patientendaten (Diagnosen, Untersuchungsergebnisse, verordnete Medikation). Rund um die Uhr erfolgt eine Beobachtung des Gesundheitszustandes des Patienten. Dabei kann auch überprüft werden, ob den ärztlichen Empfehlungen auch außerhalb des Krankenhauses Folge geleistet wird, was eine Erhöhung der Compliance nach sich ziehen kann. Vor Ort wird das medizinische Personal entlastet, während auch die Dauer des Aufenthalts im Krankenhaus und die Kosten sinken.

Zudem sollten Sie den PR-Effekt nicht unterschätzen. Zufriedene Patienten empfehlen Sie gerne weiter. Zu allen medizinischen und wirtschaftlichen Vorteilen kommen ein höheres Ansehen und ein besseres Image Ihrer medizinischen Einrichtung noch on Top hinzu.

Treffen Sie mich und unsere Health-IT-Experten live:

Medica in Halle 15 am Stand C25 in Düsseldorf von 12. bis 15. November 2018

VKD Tagung von 21. bis 23. November 2018: Pflegeplanung und -dokumentation

 


Über Comarch Healthcare

Comarch Healthcare entwickelt webbasierte IT-Lösungen die dazu beitragen, die medizinische Versorgung zu verbessern. Diese Systeme geben Patienten mehr Sicherheit und unterstützen Ärzte und Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit. Zudem hilft Comarch medizinischen Einrichtungen dabei, ihre Anforderungen sowie Geschäftsziele zu erfüllen. Getreu dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ wurden alle Systeme und Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit Fachärzten im konzerneigenen Klinikum entwickelt und getestet. Comarch bietet Hard- und Software aus einer Hand, die dank der hohen Interoperabilität mit Systemen von Drittanbietern kombiniert werden können. Die Lösungen wurden bereits in 80 Kliniken implementiert und werden somit von 30.000 Anwendern täglich genutzt.

Weitere Informationen unter: www.comarch.de/branchen/healthcare

 

Über Comarch

Comarch ist ein weltweiter Anbieter von IT-Lösungen (ERP, CRM & Marketing, BI, E-Invoicing, ICT, Financials, Cloud-Lösungen u.v.a.) für den Mittelstand, größere Unternehmen, kleine Betriebe, Banken & Versicherungen, Telekommunikation sowie Healthcare. Über 5.600 Mitarbeiter sind rund um den Globus in zahlreichen Ländern im Einsatz. Dank hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung bietet Comarch ein umfassendes Spektrum innovativer IT-Lösungen, welche bei Kunden und Analysten einen hohen Stellenwert genießen.
Weitere Informationen unter: www.comarch.de

 

Ihr Ansprechpartner

Klaus Lechner
PR Manager
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Tel.: +49 (89) 14329-1229
Klaus.lechner@comarch.de