Die E-Invoicing-Verpflichtung in Frankreich

Anwendungsbereich der E-Invoicing-Verpflichtung

Im Rahmen von Transaktionen zwischen in Frankreich ansässigen Mehrwertsteuerpflichtigen sieht die Reform eine Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung, genannt E-Invoicing, vor: die Ausstellung, Übermittlung und den Empfang von Rechnungen nach per Erlass festgelegten Standards.

Die betroffenen Transaktionen sind Lieferungen von Gegenständen und Dienstleistungen (außer von der Mehrwertsteuer befreite Umsätze und Umsätze, die gemäß den Artikeln 261 bis 261 E des CGI von der Rechnungsstellung befreit sind) sowie Anzahlungen in Bezug auf diese Umsätze.

Um ihre Rechnungen auszutauschen und zu melden, müssen die Unternehmen eine Plattform für die elektronische Rechnungsstellung wählen: das öffentliche Rechnungsportal (PPF) oder eine Partnerplattform für die elektronische Rechnungsstellung (PDP). Das Y-Schema stellt die Beziehung zwischen den verschiedenen Akteuren des Ökosystems dar.

Beim E-Invoicing muss der Lieferant eine elektronische Rechnung ausstellen und diese an den Käufer über die jeweiligen Plattformen (PDP oder PPF) übermitteln. Der Status der Rechnung wird dann in jeder Phase ihres Lebenszyklus vom Lieferanten und vom Käufer aktualisiert, bis hin zum Status "eingezogen", der die Transaktion abschließt. Die Rechnungs- und Zahlungsdaten sowie die verbindlichen Status werden gegebenenfalls von den PDP an die PPF und von der PPF an die Steuerbehörde weitergeleitet.

 

Datenübertragung über PPF (A)

 

Die Übermittlung der Rechnung

1) Der Lieferant legt seine Rechnung im Sockelformat auf der PPF ab

2) Die PPF leitet die Rechnung an den Käufer weiter

3) Der Käufer empfängt, prüft und ruft die Rechnung über die PPF ab

4) Die PPF leitet die Rechnungsdaten an die Steuerbehörde weiter

 

Der Lebenszyklus der Rechnung

1) Der Lieferant aktualisiert die Status der Rechnung

2) Die PPF übermittelt die Statusaktualisierung an den Käufer

3) Der Käufer aktualisiert die Status der Rechnung

4) Die PPF übermittelt die Statusaktualisierung an den Lieferanten

5) Die PPF übermittelt die verbindlichen Status an die Steuerbehörde

6) Die PPF übermittelt die Zahlungsdaten* an die Steuerbehörde

 

Datenübertragung über PDPs (C)

 

Die Übermittlung der Rechnung

1) Der Lieferant legt seine Rechnung auf seiner PDP ab

2) Die PDP des Lieferanten übermittelt die Rechnung an die PDP des Käufers

3) Die PDP des Lieferanten übermittelt die Rechnungsdaten an die PPF

4) Der PDP des Käufers sendet den aktualisierten Rechnungsstatus an den PDP des Lieferanten

5) Die PPF übermittelt die Rechnungsdaten an die Steuerbehörde

 

Der Lebenszyklus der Rechnung

1) Der Lieferant aktualisiert den Status der Rechnung über seine PDP *

2) Die PDP des Lieferanten übermittelt die Statusaktualisierung an die PDP des Käufers

3) Der Käufer aktualisiert den Status der Rechnung über seine PDP

4) Die PDP des Käufers übermittelt die Statusaktualisierung an die PDP des Lieferanten

5) Die PDPs übermitteln die verbindlichen und empfohlenen Status an das PPF

6) Die PPF übermittelt die verbindlichen Status an die Steuerbehörde

7) Die PPF übermittelt die Zahlungsdaten* an die Steuerbehörde

 

Datenübertragung über PDPs (B1)

 

Die Übermittlung der Rechnung

1) Der Lieferant legt seine Rechnung auf der PPF ab

2) Die PPF übermittelt die Rechnung an die PDP des Käufers

3) Der Käufer empfängt, prüft und ruft die Rechnung über seine PDP ab

4) Die PPF übermittelt die Rechnungsdaten an die Steuerbehörde

 

Der Lebenszyklus der Rechnung

1) Der Lieferant aktualisiert den Status der Rechnung

2) Die PPF leitet die Statusaktualisierung an die PDP des Käufers weiter

3) Der Käufer aktualisiert den Status der Rechnung über seine PDP

4) Die PDP des Käufers leitet die Statusaktualisierung an die PPF weiter

5) Die PPF übermittelt die verbindlichen Status an die Steuerbehörde

6) Die PPF übermittelt die Zahlungsdaten* an die Steuerbehörde

 

Datenübertragung über PDPs (B2)

 

Die Übermittlung der Rechnung

1) Der Lieferant reicht die Rechnung über seine PDP ein

2) Die PDP des Lieferanten übermittelt die Rechnung an die PPF

3) Der Käufer empfängt, prüft und ruft die Rechnung über die PPF ab

4) Die PPF übermittelt die Rechnungsdaten an die Steuerbehörde 

 

Der Lebenszyklus der Rechnung

1) Der Lieferant aktualisiert den Status der Rechnung über seine PDP

2) Die PDP des Lieferanten leitet die Statusaktualisierung an die PPF weiter

3) Der Käufer aktualisiert die Status der Rechnung über die PPF

4) Die PDP des Käufers übermittelt die Statusaktualisierung an die PPF [Da der Käufer in diesem Fall keine PDP nutzt, ist hier eine Richtigstellung durch die Regierung zu erwarten]

5) Die PPF übermittelt die erhaltenen Status an die PDP des Lieferanten

6) Die PPF übermittelt die verbindlichen Status an die Steuerbehörde

7) Die PPF übermittelt die Zahlungsdaten+ an die Steuerbehörde

 

* Für Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer auf Lastschriften und ohne Umkehrung der Steuerschuldnerschaft

 

Zudem wird der Geltungsbereich der E-Invoicing Verpflichtung von dem E-Reporting ergänzt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Comarch unterstützt E-Invoicing und E-Reporting als Partnerplattform für die elektronische Rechnungsstellung. Bei Fragen zu den internationalen Regularien stehen wir daher gern zur Verfügung.

Definiert im Dossier zu den externen Spezifikationen für die elektronische Rechnungsstellung

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