Das klassische Ladengeschäft ist auf möglichst langen Betrieb ausgelegt. Kaufhäuser wie Fortnum and Mason (Est. 1707) sind stolz auf ihre lange Tradition. Dass es auch ganz anders geht, zeigen Pop-up-Stores. Wer bei Pop-up an die kleinen Fenster denkt, die online aufblinken und dann verschwinden, liegt richtig. Das Prinzip ist dasselbe: Schnell die maximale Aufmerksamkeit erreichen und möglichst viel umsetzen. 

Wie die Studie „Zukunft des Einkaufens“ gezeigt hat, glauben immerhin 30% der jüngsten Befragten, dass so viele Filialen bleiben werden wie heute. Also ist durchaus Vertrauen da in die Zukunft des stationären Handels. Denn Erlebnisse wie zusammen mit Freunden shoppen gehen, durch Fußgängerzonen bummeln, das kann online nicht eins zu eins reproduziert werden. Dabei muss der stationäre Handel 2030 nicht aussehen wie heute. Junge Erscheinungen wie Pop-up-Geschäfte können viel flexibler auf Bedürfnisse und Trends reagieren.

Das sehr junge Phänomen des aufpoppenden Geschäftes, das quasi über Nacht eröffnet, und bereits wenige Tage, Wochen oder Monate später wieder weiter zieht, gab es in diesem Sinne erstmals Ende der 90er Jahre. Dazu können leerstehende Verkaufsflächen billig angemietet werden, um schnell Bekanntheit, Werbung und profitablen Warenabsatz zu erzielen. Gerade bei saisonalen Produkten macht das Konzept besonderen Sinn. Das Prinzip dahinter, der „fliegende Händler“, ist jedoch schon sehr viel älter.

Der Trend kommt aus den USA und ist vor allem in weiteren englischsprachigen Ländern wie Australien, Großbritannien und Kanada verbreitet. In Deutschland kennt man das Phänomen bisher vor allem aus den Großstädten. Doch auch in Frankreich sind Pop-ups derzeit im Einsatz, wie das Beispiel Natura Brasil zeigt.

Pop-up-Stores bei Natura Brasil



Laurent Lepiez, IT Manager bei  Natura Brasil, erklärt uns den Nutzen für die Marke, Vertriebswege und Pünktlichkeit. 

Comarch: Warum bietet Natura Brasil sein Sortiment in Pop-up-Läden an?

Laurent Lepiez: „Pop-up-Stores erfreuen sich bei uns einer immer größeren Beliebtheit. Diese Shops sind zeitlich begrenzt und daher nur für kurze Zeit auf dem Markt vorhanden. Dadurch können wir herausfinden, inwiefern unsere Marke erkennbar ist, welche Erwartungen Kunden haben und welche Produkte sich am besten verkaufen. Zurzeit bieten wir verschiedene Vertriebswege, wie den Direktvertrieb oder den Onlinevertrieb, an. Bedürfnisse der Kunden von Pop-up-Stores gestalten sich aber anders. Dank diesen Vertriebswegen können wir wichtige Rückmeldungen über unsere Produkte erhalten.“


Comarch: Wie waren die ersten Schritte in Richtung Pop-Up-Store?

Laurent Lepiez: „Das Projekt war kurzfristig für die Sommerzeit geplant, daher war der pünktliche Start nicht selbstverständlich. Für das Projekt hatten wir daher sehr wenig Zeit. Den ganzen Sommer lernten wir uns schrittweise kennen und das Projekt startete pünktlich. Eine Verspätung hätten wir uns nicht leisten können, da  die Eröffnung eines Pop-up-Stores für ein bestimmtes Datum geplant war. Alles musste vor diesem Termin fertig sein. Wir hatten wenig Zeit, aber Comarch reagierte sehr schnell. Tests, Implementierung und kleine Änderungen im ganzen Projekt sind optimal verlaufen.“


Comarch: Fremdes Terrain kann sich auch als rutschiges Parkett erweisen. Hatten Sie Unterstützung gesucht?

Laurent Lepiez: „Comarch ist  zum einen Lieferant und Integrator unserer IT-Systeme. Zum anderen  unterstützt uns Comarch vor allem mit Expertenwissen und zeigt uns, was wir verbessern und in welche Richtung wir gehen können. Wir können uns immer auf eine schnelle Reaktion der Firma Comarch verlassen. Die Zusammenarbeit mit Comarch beschränkt sich keinesfalls nur auf Pop-up-Stores. Schon früher war Comarch unser Lieferant für ein weiteres IT-Projekt. Comarch hat uns als Partner begleitet und unsere Fortschritte unterstützt. Die Lösung entspricht unseren Bedürfnissen zu 90%, die weiteren 10% wurden rechtzeitig weiterentwickelt.“

 
Comarch: Planen Sie eine Erweiterung des Pop-up-Geschäftszweigs?

Laurent Lepiez: „Wir haben vor, die Zusammenarbeit mit Comarch in unseren weiteren Projekten auszubauen. Das Ziel ist es, eine größere Anzahl der Geschäfte künftig noch effizienter zu unterstützen. In naher Zukunft möchten wir alle Lösungen in ein System integrieren und die CRM-Abteilung mit der Online-Abteilung und allen damit zusammenhängenden Aktivitäten verbinden.“

Weitere Informationen über Comarchs mobiles Kassensystem mPOS finden Sie hier:
https://www.comarch.de/produkte/comarch-pos/mpos/

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